Bericht von Pascal, Team aufBuchen e.V.
Auch in diesem Jahr hatte ich wieder die Freude in Italien beim Klimacamp in Südtirol mit dabei zu sein. In der kleinen Gemeinde Latsch, nahe Meran, kamen viele Menschen zusammen, die sich für die Themen Klima- und Umweltschutz interessieren und engagieren. Durch Vero, die ihr vielleicht schon als Gruppenleiterin bei einer unserer Pflanzungen kennenlernen durftet, habe ich die Einladung nur zu gerne wieder angenommen, das Klimacamp mit einem Workshop von aufBuchen zu unterstützen.


Das Orga-Team des Klimacamps hat ein Jahr lang ein buntes Angebot auf die Beine gestellt, welches von den Teilnehmenden dankbar angenommen wurde. Von spannenden Vorträgen über Pilze und ihre faszinierenden Funktionen, über die Entwicklung von Energiegenossenschaften, bis hin zu Diskussionen über Tourismus und seine ökologische Wirkung, gab es Raum für reichlich Austausch.
Die selbstorganisierte Küche im Freien hat uns die Woche über köstlich versorgt und wurde durch die vielen helfende Hände getragen. So gab es gleich am ersten Tag eine leckere herzhafte Dal mit frischem Gemüse und Salat.
Am dritten Tag durfte ich mit aufbuchen unseren Workshop „Wurzeln schlagen für die Zukunft“ gestalten. Wir haben uns angesehen, wie wir in Projekten wirklich verwurzelt bleiben können, in der Natur, in Gemeinschaften und in unserem eigenen Handeln. Der Blick auf den Berg über Latsch, der erst kürzlich von einem Waldbrand betroffen war, hat die Dringlichkeit unseres Themas spürbar gemacht.

Im ersten Teil des Workshops ging es darum, einen Überblick über den Zustand der Wälder zu bekommen, wie sich die Lage in Südtirol und Deutschland unterscheidet und welche Maßnahmen und Strategien mit Blick auf den Klimawandel künftig stärker in den Mittelpunkt rücken.
Ein Beispiel für den Wissensaustausch ist das ARGE ALP, ein Netzwerk aus Deutschland, Italien und Österreich, in dem Wissen geteilt wird. Eine spannende Maßnahme ist es Drohnen zu nutzen, um Saatgut in schwer erreichbare Hanglagen, die vom Waldbrand geschädigt wurden, zu bringen.
Im zweiten Teil des Workshops wurden die Teilnehmenden selbst aktiv und entwickelten Formate für verschiedene Akteursgruppen, etwa Waldbesitzer*innen, Schulklassen und politische Entscheidungsträger. Heraus kam ein kreativer Mix aus Ideen und Impulsen, unter anderem die Idee, das Innere eines Baumes mit dem menschlichen Körper zu vergleichen und so einen spielerischen Zugang zur Thematik zu bekommen.



Ein großer Dank geht an das Orga-Team des Klimacamps für die tolle Organisation

