12. – 14. September 2025
Beim diesjährigen Fuchsbaufestival in Hannover waren wir mit aufbuchen Teil des „Terra Futura“-Spaces, den wir gemeinsam mit unseren Freundinnen von Fruchtkörper und kontaminiert-werden konzipiert und bespielt haben. In unserem eigens geschaffenen Space drehte sich 3 Tage lang alles um ökologische Kreisläufe, nachhaltige Gestaltung und das gemeinsame Ausprobieren von Zukunftsideen – mitten auf dem Festivalgelände, begleitet von Musik, Kunst und über 700 Besucher*innen.
Biotope und Klimabaum
Gemeinsam mit vielen helfenden Händen haben wir verschiedene Biotope aufgebaut, bepflanzt und erlebbar gemacht. Herzstück war unser Klimabaum – eine junge Eberesche, die wir als zukünftigen Schattenspender gepflanzt haben. Die abschließende Pflanzung findet Ende Oktober statt, wenn die Eberesche ihr neues Zuhause dauerhaft beziehen darf.
Das Kompostmuseum
Ein echtes Highlight war unser Kompostmuseum. Hier konnten Festivalbesucher*innen entdecken, wie vielfältig Kompostierung sein kann:
- eine Kompostmiete, klassisch aufgesetzt aus Garten- und Pflanzenresten,
- ein System aus Wurmrohren, in denen Regenwürmer für nährstoffreiche Erde sorgen,
- und ein 3-Kammer-Kompost, der den natürlichen Kreislauf sichtbar macht – vom frischen Material bis zur reifen Erde.
So wurde das Museum zu einem Ort, an dem Artenschutz ganz praktisch erlebbar wurde und wir mit den Besucher*innen in einen Austausch über nachhaltige Stadtgestaltung und unseren Beitrag zum Erhalt der heimischen Biodiversität kommen konnten.

Workshops und Mitmachaktionen
Gemeinsam mit unseren Partner*innen entstand ein lebendiges Programm:
Beim Biotope-Walk mit Pascal ging es einmal quer durch den Space – vorbei an frisch angelegten Lebensräumen, kleinen Wasserstellen und wilden Ecken. Er erklärte, wie Biotope entstehen, warum Vielfalt Stabilität schafft und welche Rolle selbst kleinste Strukturen für das ökologische Gleichgewicht spielen.
Im Knotenworkshop mit Sascha und Caterina wurde es dann praktisch: Mit Seilen, Knoten und etwas Geduld entstanden stabile Verbindungen, Rankhilfen und kleine Kunstwerke – nützlich, schön und voller Handwerkstradition.
Beim Saatgutkugel-Workshop mit Rebecca vom horticus.mare.visum. rollten viele Hände kleine, lehmige Kugeln voller heimischer Wildpflanzensamen. Ein einfaches, aber wirkungsvolles Mittel, um Blütenvielfalt auf die Balkone und in die Gärten der Stadt zu bringen.
Begleitet wurde das Ganze von den künstlerischen Installationen von Fruchtkörper, die den Space in ein leuchtendes Pilznetz verwandelten, sowie von inspirierenden Vorträgen von kontaminiert-werden, die Denkanstöße gaben, wie wir gemeinsam Zukunft gestalten können. Dazwischen blieb immer Zeit für Gespräche – unter Bäumen, im Schatten und zwischen frisch gesetzten Pflanzen.
Drei Tage Zukunft
Der „Terra Futura“-Space war ein Ort voller Energie – kreativ gestaltet, mit Liebe zum Detail und getragen von unzähligen ehrenamtlichen Händen, die das Festival überhaupt möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank geht an die Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen, deren Förderung es uns ermöglicht hat, nachhaltige Lern- und Begegnungsorte wie den „Terra Futura“-Space auf dem Fuchsbaufestival zu schaffen.






Abschlusspflanzung am Musikzentrum
Ende Oktober zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite in Hannover. Perfektes Timing, um unsere Pflanzung im Rahmen des Fuchsbaufestivals abzuschließen. Gemeinsam mit unserem „Biodiversitäts Team“ haben wir den Backstagebereich des Musikzentrums begrünt und damit ein weiteres Stück Stadt in ein kleines Biotop verwandelt.
Gepflanzt wurden Haseln, Kupfer-Felsenbirnen, Schlehen und Apfeldorne – robuste, heimische Arten, die nicht nur Schatten und Struktur bringen, sondern auch Lebensraum und Nahrung für Insekten und Vögel bieten. Der sonst eher funktionale Bereich hinter der Bühne bekommt so über die Jahre eine neue, lebendige Qualität.
Damit ist unsere Festivalpflanzung in Hannover nun komplett – ein kleiner, aber nachhaltiger Beitrag, um urbane Räume grüner und vielfältiger zu gestalten. Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer*innen vor Ort, die mit angepackt, gegossen und Erde bewegt haben.




